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Gewerbepark UNO (Ulla-Nohra-Obergrunstedt)

Dem 1. Spatenstich am 19.03.1993 sind fast zwei Jahre an Vorbereitung vorausgegangen.

Die Ausweisung eines großen Gewerbe- und Industriegebietes bot sich aufgrund der verkehrstechnisch optimalen Lage an. Der Gewerbepark grenzt unmittelbar an die B 7 und liegt in unmittelbarer Nähe zur BAB A 4.

Die Hauptmotivation für die drei beteiligten Gemeinden bestand jedoch darin, Zukunftsperspektiven für die Sicherung von Arbeitsplätzen zu schaffen und eine solide Grundlage für die Sanierung und den Aufbau der bisher unterentwickelten Infrastruktur zu erzeugen.

Die kleinen Haushaltsmittel der Gemeinden erlaubten eine Direktfinanzierung oder entsprechende Verschuldung zur Durchführung der Erschließungmaßnahmen nicht.

Es waren daher zähe Verhandlungen mit einer Vielzahl von Firmen erforderlich, die den Gewerbepark als Investoren und Ansiedler zu einer lebendigen Wirtschaftsregion ausfüllen wollten.

Es Ergebnis dieser Verhandlungen wurde ein komplexes Vertragswerk zwischen der öffentlich-rechtlichen Gemeinschaft als Erschließungsträger und zahlreichen Betrieben erreicht, wonach die Investoren projektbegleitend über Vorauszahlungen auf künftige Beitrags- und Umlageforderungen die Erschließungsmaßnahmen finanzieren.

Gesamtkosten der Erschließung: 36 Mio. DM

Mit der Projektsteuerung wurde das IKW-Beratungsinstitut für Kommunalwirtschaft GmbH Bonn/Berlin beauftragt.

Mehr als zwei Drittel der Gesamtfläche sind bereits an Investoren vergeben. Größte Ansiedlung mit 17 ha ist das Frachtzentrum Thüringen der Deutschen Bundespost.

Mit Beginn der Erschließungsarbeiten wird zunächst die Stangenallee als Haupterschließungsader des Gewerbeparks (Straße, Kanalisation, Versorgungsleitungen) realisiert. Die anschließenden Straßen folgen in kurzen Abständen.

Der Gewerbepark soll nach gegenwärtigen Plänen ca. 5.000 Arbeitsplätze sichern.

Nur 154 ha der Gesamtfläche sind für gewerbliche und industrielle Nutzung vorgesehen, der Rest wurde für Verkehrs- und Grünflächen eingeplant. Die Groberschließung soll bis Mitte nächsten Jahres und die "letzten Feinheiten" bis 1996 erfolgen.

Zentralthüringen wird damit bald um einen leistungsfähigen und arbeitsplatzschaffenden Wirtschaftstandort reicher sein - den ersten multikommunalen und flächenmäßig größten Gewerbepark.

    Erste Ansiedlungen:
  • Postfrachtzentrum: hochbauseitige Übergabe am 06.10.1993;Investitionssumme: 100 Mio. DM; Eröffnung am 20.04.1994
  • Fa. Georg Mauer: mit einer Investitionssumme von 5,5, Mio. DM wird eine multifunktionale Logistikhalle errichtet
  • Fa. Hochtief: siedelt sich auf einer Fläche von 16 ha an, mit zentralen Bauhof, einer maschinentechnischen Abteilung, Schal- und Rüstplatz sowie einem Transportbetonwerk; die Produktion wird bereits im Oktober 1993 aufgenommen
  • RE-Baustoffpartner GmbH: legt im Juni 1993 den Grundstein für einen Lagerplatz mit Lagerhalle sowie einem Bürogebäude für seinen Baustoffhandel
  • Kalksandstein Rüskamp: im September 1993 erfolgt die Grundsteinlegung auf einer Fläche von 25.000 m² für ein Werk zur Herstellung von Kalksandsteinen für die Bauwirtschaft; vorerst sind 15 Mio. an Investitionen und 25 - 30 Arbeitsplätze vorgesehen; Übergabs ist im August 1994
  • Seegers KG: am 26.10.1993 beginnt der Bau eines neuen und modernen Büro- und Lagergebäudes
  • Am 13.01.1994 wurde das Zentrallager des Postdienstes der Deutschen Bundespost seiner Bestimmung übergeben. Hier lagern ca. 11.000 Artikel zur Verteilung für das gesamte Bundesgebiet
  • Auf dem 11.000 m² großen Gelände fand am 29.04.1994 die Eröffnung des Autohauses Zange statt.
  • Im August 1994 erfolgt die Grundsteinlegung für das ALDI-Logistikzentrum. Mit einer Investitionssumme von 25 Mio. DM sollen innerhalb eines Jahres 100 Arbeitsplätze entstehen. Inbetriebnahme: Oktober 1995
  • Seit dem 01.11.1994 ist die Spedition Axthelm + Zufall und der Deutsche Paketdienst (DPD) im Gewerbepark ansässig.
  • Die Firma BLank und Seegers KG, Fachgroßhandel für Haustechnik, weiht am 28.04.1995 ihr neues Firmengelände, auf einer Fläche von 27.000 m², ein.
  • Am 28.04.1995 wird die HEM-Tankstelle, einschließlich Waschanlage und Bistro, eröffnet.
  • Am 04.07.1995 eröffnet das neue ETAP-Hotel einer französischen Hotelkette, als Ein-Sterne-Hotel
  • Am 05.08.1995 eröffnet ein Polstermöbelcenter, die PAR-Werkstätten GmbH. Auf 1000 m² werden Sitzmöbel und Tische angeboten. Neben dem Verkauf wird auch eine Polsterei betrieben.
  • Die Firma Wacker nimmt im Oktober 1995 ihren Betrieb auf. Sie unterhält die Bereiche Reparatur sowie Vertrieb und Verleih von Baumaschinen.
  • Die Doka-Schalungstechnik GmbH hat sich angesiedelt. Auf 15.000 m² stellt sie der Bauwirtschaft Schalungsmaterial zur Verfügung.
  • Am 07. und 08.09.1996 feierte das Mitsubishi-Autohaus seine Eröffnung.
  • Mit dem Bau des Volvo-Autohausses wurde im August 1996 begonnen.
  • Seit 24.08.1998 produziert die Döllken Weimar GmbH verschiedenste Kunststoffprofile.
  • Wiedereröffnung des Ford-Autohauses am 15.10.1999 durch die Auto Rößler Weimar GmbH
  • Grundsteinlegung für die Union Druckerei Weimar am 12.01.2000

Am 13.02.1995 erfolgte die Freigabe der Kreuzung zwischen B 7 und dem Gewerbepark UNO. Damit ist zwei Jahre nach dem 1. Spatenstich die Groberschließung beendet. In dieser Zeit wurden 6 km Straße gebaut und 12 km Abwasserkanal verlegt. Die Kosten belaufen sich auf über 16 Mio. DM.

Mit Wechsel des Regionalfahrplanes am 29.05.1995 fahren auch die Busse ins Gewerbegebiet UNO.

Mit Stand November 1995 sind insgesamt 102,2 ha Nettofläche belegt, das entspricht 66,4 Prozent.

1996: Geplant ist der Bau eines Trinkwasserwerkes am Ortsrand von Obergrunstedt. Der Aufwand wird ca. 9,5 Mio. DM betragen.

Seit 1996 übernimmt die Berufsfeuerwehr Weimar die Einsatzbereitschaft für das Gewerbegebiet.

Die Gemeinde Nohra senkt 1998 den Gewerbssteuerhebesatz von 300 auf 200 Prozent.

Eine Traditionsfirma gibt auf. Das Autohaus Zange, das in diesem Jahr sein 22. Betriebsjahr feierte, schloß am 21.07.1999 seine Pforten. Die Mitarbeiter wurden vom Nachfolger Auto Rößler Weimar GmbH übernommen.

Am 21.09.2000 fand der 1. Unternehmertag für die Unternehmen im Gewerbegebiet statt. Hauptschwerpunkt war die weitere Entwicklung im Gewerbepark und den angrenzenden Liegenschaften (Militärgelände) der LEG.


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